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Gedanken zum Osterfest

„Ich habe Schmetterlinge im Bauch“
– so sagt man heute, wenn man sich so richtig glücklich fühlt, wenn man so richtig hinter beiden Ohren verliebt ist. Ja, wenn man die ganze Welt umarmen könnte. Ich wäre heute sehr glücklich, wenn sie nach diesen österlichen Gedanken sagen könnten: „Ich hab ein Schmetterling im Bauch.“
Ein vielleicht eigenartiger Osterwunsch, aber dahinter steckt eine spannende Geschichte.
In einer Regensburger Kirche steht ein eindrucksvolles Kruzifix aus dem 14. Jahrhundert. Vor einigen Jahren musste es restauriert werden –und dabei hat man einen sensationelle Entdeckung gemacht. Im Hinterkopf des Gekreuzigten stieß man auf einen Hohlraum, und in diesem Hohlraum hat man einen Schmetterling gefunden. Vergoldet Silber, die Fühlerspitzen aus echten Perlen, die Flügel farbenprächtig emailliert. Auf dem Körper des Schmetterlings ist noch einmal Christus am Kreuz zu sehen. Auf der Rückseite befindet sich unter vielen Reliquien auch ein Splitter vom Kreuz Jesus.

Was hat dieser Schmetterling im Hinterkopf Jesus zu suchen?

Schmetterlinge waren schon sehr früh ein Sinnbild für die unsterbliche Seele des Menschen. Das griechische Wort „Psyche“ bedeutet sowohl Seele als auch Schmetterling. Zum anderen war der Schmetterling ein Symbol für die Auferstehung. So wie sich eben die Raupe zur starren, leblosen Puppe verwandelt, aus der dann aber ein schöner, farbenfroher Schmetterling wird. Der Schmetterling als Bild für verwandeltes und befreites, für neues und unsterbliches Leben. Und dann dieses Symbol im Kopf Jesus. Eigentlich genial für Ostern. Jesus hat Verwandlung im Kopf. Er hat sich in den Kopf gesetzt, uns aus unserer Verpuppung, aus allem Erstarrten herauszuholen und zu neuen Menschen zu machen. Er möchte, dass wir abstreifen was uns Angst macht, was uns einengt und lähmt wie damals bei den Emmausjüngern. Und er lässt sich dabei etwas einfallen, damit wir herausschlüpfen aus dem Gefängnis unserer Resignation und unseren Gewohnheiten. Jesus, er hat Freiheit im Kopf. Er sieht, was uns belastet und niederdrückt, er weiß um unsere Krankheiten, um enge und kleinliche Gesetze, die uns das Leben schwer machen. Und, er will, dass unser Leben leicht und unbeschwert wird. Er möchte uns, im wahrsten Sinne des Wortes beflügeln, uns ermuntern, dass wir froh leben können. Jesus, er hat Leben in Fülle im Kopf, auch nach dem Karfreitag und dem Ostern. Er möchte, dass wir uns entpuppen als die Menschen, die wir sein können. Was er in uns an Talenten und Charismen geschenkt hat.

Operation „Schmetterling“, so möchte ich etwas salopp den österlichen Auftrag Jesu nennen. 

Er will uns aus dem Schlaf der Sicherheit aufwecken, er will, dass wir den alten Menschen ablegen und als neue österliche Menschen versuchen zu leben. Ostern feiern heißt für mich, nicht nach den buntgefärbten Eiern zu suchen, der Kauf von immer größer werdenden Ostergeschenken für Kleine und Große. Ostern, Auferstehung feiern heißt für mich: sich auf die Zusage und die Frohe Botschaft Jesu einzulassen, so wie die Emmausjünger. Mir von ihm einen Schmetterling in den Kopf setzen zu lassen.

Und wenn sie mich jetzt noch fragen wollten: „Und was ist mit der Auferstehung? Darüber war ja noch gar nichts zu hören oder zu lesen!“, dann möchte ich mit einem kurzen Gedicht von Hejo Müller antworten:

„Und die Auferstehung? 

Davon meint ihr, müsse auch noch die Rede sein!? Kaum.

Die ist unbeschreiblich. Un-sag-bar. Man kann sie nicht zeigen.

Es sei denn, wir lebten sie…“

Die Auferstehung leben. Den Schmetterling immer im Hinterkopf haben. Ein neuer und freier Mensch werden. Vom Beispiel Jesu beflügelt, von seiner Frohen Botschaft beschwingt. Das wäre Ostern. Der Schmetterling im Hinterkopf des Gekreuzigten aus Regensburg könnte uns immer wieder daran erinnern.
Und? Schon Schmetterlinge im Bauch?

Ihr Pfarrer Marco Gabriel

Wallfahrt der Pfarrei auf den Disibodenberg

Am Montag, den 1. Mai 2017, findet um 9 Uhr in der Abteikirche zu Otterberg eine Heilige Messe zu Ehren des Heiligen Josef und der Gottesmutter statt. Anschließend startet um 10 Uhr ein Bus zur Wallfahrt auf den Disibodenberg.
Wir pilgern zum ersten Kloster der Hl. Hildegard, die für die Entstehung des Kloster von Otterburg keine geringe Rolle gespielt hat. Unterwegs besichtigen wir um 10.30 Uhr in Meisenheim die Schlosskirche und essen um 12 Uhr im Brauhaus zu Mittag. Anschließend fahren wir nach Odernheim am Glan, wo sich oberhalb mit Blick auf die Nahe die Ruine des einstigen Benediktiner- bzw. Zisterzienserklosters Disibodenberg befindet. Wir werden die eindrückliche Anlage auf dem Berg gegen 14 Uhr besichtigen (leichter Anstieg von 500 Metern) und um 15 Uhr eine Andacht mit Texten der Hl. Hildegard halten. Anschließend gibt es einen Stehkaffee beim kleinen Hildegard-Museum - gegen 17.30 Uhr werden wir wieder in Otterberg ankommen. Herzliche Einladung an alle Interessierte!

Ab sofort ist die Anmeldung möglich:
Bitte persönlich im Pfarramt Otterberg oder in der Sprechstunde von Weilerbach mit Zahlung des Teilnehmerbeitrags von 15 Euro (Busfahrt und Eintritt Disibodenberg / Kinder u. Jugendliche bis 18 Jahre für die Hälfte) oder durch Abgabe eines Kuverts mit Name und Telefon des Teilnehmers samt Geld in den 12 Sakristeien nach den Gottesdiensten - es gilt die Reihenfolge der Anmeldung (max. 48 Plätze).

Fatimatag

Das Marienheiligtum von Fatima in Portugal, nach Lourdes der zweitgrößte Wallfahrtsort Europas, begeht 2017 den 100. Jahrestag der Marienerscheinungen.

Am Jahrestag der ersten Erscheinungen, dem 13. Mai 2017 feiert Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann in der Kirche St. Maria um 19 Uhr in Kaiserslautern mit allen Gläubigen einen Jubiläumsgottesdienst, besonders auch mit der portugiesischen Gemeinde.

Daran schließt sich eine Lichterprozession nach St. Martin und eine Begegnung an.

Neuerscheinung "Mater Ecclesiae - Maria, die Mutter der Kirche"

Der Fe-Medienverlag in Kisslegg hat die umfangreiche Promotionsschift von Pfarrer Dittrich als illustrierte Kurzfassung von 64 Seiten verlegt - seit März ist das dünne Buch erhältlich (ISBN 978-3-7171-1271-6; 3,85 Euro; auch im Pfarrbüro erhältlich).
Es handelt von dem Zusammenhang zwischen Christus, Maria und der Kirche, wie er sich in dem Marientitel "Mutter der Kirche" darstellt. Papst Paul VI. hat diesen Titel im November 1964 im Rahmen des Konzils als Verständnisschlüssel für die Kirchenlehre proklamiert. Seine Geschichte und Bedeutung wird in der Schrift von Pfarrer Dittrich beleuchtet.
Nicht nur das Ruhestandskloster von Papst Benedikt XVI. in den Vatikanischen Gärten, auch das Karmelkloster in Speyer trägt den Titel "Mater Ecclesiae".

Stellenausschreibungen

Die kath. Kirchengemeinde Otterberg sucht für die Zeit von Mai bis Jahresende eine Bürokraft im Pfarrbüro:
19,25 Stunden/Woche, Bezahlung nach TVöD (5). Erwünscht sind Büro-Erfahrung und aktuelle EDV-Kenntnisse.
Bewerbungen senden Sie bitte bis 12. Mai an das Pfarramt, Klosterstr. 17, 67697 Otterberg, z.Hd. Pfarrer Dittrich.

Rückblick: Ökumenischer Buß- und Versöhnungsgottesdienst

"Erinnerungen heilen - Jesus Christus bezeugen"

„Wir danken Gott, dass es euch gibt und das Ihr den Namen Jesu Christi tragt.“

Mit dieser gegenseitiger Zusage riefen Kirchenpräsident Christian Schad und der Speyerer Bischof Karl-Heinz Wiesemann anlässlich des Reformationsgedenkens am 12. März 2017 in der Otterberger Abteikirche die Christen aller Konfessionen auf, dass ökumenische Miteinander immer wieder in konkretem Reden und Tun zu bezeugen. In ihrer Dialogpredigt hoben beide heraus, dass die Zeiten vorbei seien, in denen die Konfessionen sich gegenseitig der Gewissheit der Hölle versicherten, statt der gemeinsamen Suche des Himmels.

„Wir verschließen die Augen nicht vor dem, weswegen wir in der Vergangenheit aneinander schuldig geworden sind und es bis heute werden“, führte Bischof Wiesemann aus. 

Kirchenpräsident Schad betonte gegenüber von Populisten und „einem US Präsidenten, den wir so schwer verstehen“, dass das Projekt Europa weitergeführt werden müsse.

Immer wieder sollten sich Christen vergegenwärtigen, dass sie sich nicht selbst feiern, sondern Jesus Christus.

Dem festlichen Gottesdienst standen neben den beiden Vertretern der Landeskirche und des Bistums Pfarrer Achim Dittrich und Pfarrer Harry Albrecht, der Vorsitzende der ACK-Region Südwest, Pastor Jochen Wagner, der Erzpriester Georgios Basioudis von der griechisch-orthodoxen Metropolie, sowie Ruth Raab-Zerger als Vertreterin der südwestdeutschen Menoniten vor.

Musikalisch wurde der „healing of memories“ Gottesdienst gestaltet von einem ökumenischen Projektchor aus Gemeinden des Protestantischen Kirchenbezirks an Alsenz und Lauter und des Katholischen Dekanats Kaiserslautern, unter Leitung des Dekanatskantors Siegmar Junker, sowie einem Bläserensemble und Landeskirchenmusikdirektor Jochen Steuerwald, der die Orgel spielte.